YONEX automatisiert europäisches Logistikzentrum mit Technologie von advasolutionsBei dem japanischen Sportartikelhersteller treffen große Artikelvielfalt und steigende Serviceanforderungen der Kunden aufeinander. Zeitgleich wird aus der advastore SE die advasolutions SE.
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Die YONEX GmbH automatisiert ihre Logistik am Standort [Willich] und setzt dabei auf Technologie des Automatisierungsanbieters advasolutions. Den Auftrag dazu hat der Sportartikelhersteller im August 2026 vergeben. Künftig übernehmen bis zu 41 advaShuttles auf bis zu 1.922 Metern Regalboden die Lagerung und Kommissionierung, angebunden an bis zu drei Kommissionier-Plätze und eine Einlagerstation. Die Installation beginnt im April 2027, der Go-live ist für August 2027 vorgesehen. Umgerüstet wird im laufenden Betrieb: Wareneingang und Versand laufen währenddessen weiter.
Ein Sortiment vom Federball bis zum Schläger
Im Lager von YONEX treffen zwei Anforderungen aufeinander, die sich mit starrer Automatisierung schwer vereinbaren lassen. Da ist zum einen die Artikelvielfalt. Federbälle, Schläger, Schlägersaiten, Schuhe, Taschen, Bekleidung liegen im selben Lager und unterscheiden sich stark in Größe, Gewicht und Umschlagshäufigkeit. Dazu kommt der Anspruch, schneller zu liefern. Die Kunden bestellen später und erwarten die Ware früher. Gleichzeitig wächst das Geschäft, und mit ihm die Zahl der Aufträge, die täglich das Lager verlassen. Beides zusammen lässt sich mit zusätzlichem Personal allein nicht mehr abbilden.
Konkreter Nutzen: Flexibilität ohne Überdimensionierung
Genau hier setzt die Lösung von advasolutions an. Shuttles, Regalsystem und Regalböden bilden zusammen mit den Softwaremodulen ein System, das sich an die bauliche Situation im Bestandsgebäude anpasst und in die vorhandene IT einfügt. Wächst der Bedarf, kommen weitere Module dazu. Die Anlage muss dafür nicht neu geplant werden. Dasselbe gilt für das Sortiment: Ändert sich, was eingelagert wird, muss die Technik nicht ausgetauscht werden. Im Tagesgeschäft entfallen damit lange Wege im Lager, Bestände werden automatisch nachgeführt, und Ein- und Auslagerung laufen über dieselbe Systemlogik.
Schon im Wareneingang erfasst das System sämtliche Artikeldaten und bildet sie über einen digitalen Zwilling in Echtzeit ab. Das erhöht die Kommissionier-Genauigkeit und macht jeden Bestand bis zum Warenausgang nachvollziehbar.
„In unserem Lager liegt der Federball neben dem Schläger und der Sporttasche, und unsere Auftragszahlen wachsen. Wir brauchten ein System, das diese Vielfalt abbildet und sich erweitern lässt, ohne dass wir das Lager von Anfang an für ein Auftragsvolumen auslegen, das wir erst in Zukunft erreichen“, sagt Boris Reichel, Geschäftsführer der YONEX GmbH.
„Ein Lager muss sich an das Geschäft anpassen, nicht umgekehrt. Unsere Module lassen sich im laufenden Betrieb einbauen und später erweitern. Unsere Kunden automatisieren zuerst dort, wo es sich am schnellsten rechnet, und lassen die Anlage mit dem Geschäft mitwachsen, statt sie von Anfang an für den größten denkbaren Tag auszulegen“, sagt Dr. Marcus Englert, CEO von advasolutions SE.
Drittes Kundenprojekt innerhalb eines Jahres
Für advasolutions ist YONEX das dritte Kundenprojekt innerhalb eines Jahres. Bei Maier Früchtegroßhandel automatisiert das Unternehmen Lagerung und Kommissionierung in seinem bestehenden, gekühlten Logistikzentrum. Der bayerische Frischespezialist rechnet mit 30 bis 40 Prozent mehr Effizienz im Tagesgeschäft. Ein weiteres Projekt ist unterzeichnet und startet in den kommenden Monaten.
Alle drei Projekte folgen demselben Muster: bestehende Gebäude statt Neubau, Umrüstung ohne Betriebsunterbrechung und ein Sortiment, das sich nicht in ein festes Raster einordnen lässt. Genau für diese Fälle hat advasolutions sein System ausgelegt.
Aus advastore SE wird advasolutions SE
Mit dem wachsenden Kundengeschäft ändert das Unternehmen auch seinen Namen. Über Jahre hat es seine Technologie im eigenen vollautomatisierten Lager entwickelt und seit September 2023 im Echtbetrieb erprobt, mit echten Lastspitzen, wechselnden Sortimenten und den Anforderungen realer Kunden. Der Standort Niederaula, an dem das System entstand, wird künftig von einem unabhängigen Dritten weitergeführt. In dieser Zeit erreichte die advaShuttle-Flotte eine technische Verfügbarkeit von 99 Prozent im Dauerbetrieb. Aus derselben Phase stammen die KI-gestützten Funktionen für Qualitätskontrolle und Routenplanung sowie die Softwarearchitektur, die 2026 als eigenständige Plattform advaManager auf den Markt kam. An den übrigen Standorten, den laufenden Projekten und den Entwicklungsteams ändert sich nichts.
„Der Name beschreibt jetzt, was wir tatsächlich tun“, so Englert. „Die Entwicklungsphase ist abgeschlossen. Was folgt, ist die Skalierung.“
Quelle: www.advasolutions.com
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