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Nachhaltige Verpackungen und intelligente AutoID-Lösungen im Fokus

LogiMAT

Verpackungsindustrie und AutoID-Branche stehen vor grundlegend neuen Anforderungen des Marktes, hinsichtlich Nachhaltigkeit und Klimaneutralität ihrer Produkte und Lösungen. Auf der LogiMAT 2020 zeigen die internationalen Hersteller der beiden Ausstellungsbereiche ihre aktuellen Produkte und Konzepte für den optimierten CO2-Footprint ihrer Kunden.

Die Hersteller von Verpackungen und Verpackungsmaschinen, so differenziert ihr Lösungsangebot auch sein mag, stehen vor spannenden Herausforderungen: Nach dem Rekordjahr 2018, in dem etwa die Maschinenhersteller mit einem Zuwachs von acht Prozent das höchsten Wachstum des vergangenen Jahrzehnts und einen Umsatz von 7,1 Milliarden Euro einfahren konnten, erwartet der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen für das vergangene Jahr ein moderates Plus von höchstens zwei Prozent. Kaum anders die Situation bei den Verpackungs- und Verpackungsmittel-Herstellern. Die Wellpappen-Industrie verzeichnet bereits für 2018 einen Zuwachs von lediglich 0,6 Prozent und verfehlt damit deutlich die prognostizierte Steigerungsrate von 3,9 Prozent.

Für 2019 rechnet der Verband der Wellpappen-Industrie mit einem Absatzplus in Höhe von 1,0 Prozent. Die aktuellen Zahlen der weiteren Industrien stellen sich auch nicht anders dar: Die deutschen Faltschachtel-Hersteller steigerten ihren Produktionswert im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um moderate 0,4 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Der Absatz von Behälterglas wuchs 2018 um 1,3 Prozent auf 4,3 Millionen Tonnen. Die Aluminiumfolien legten um drei Prozent zu. Und die PET-Verpackungen, die vorwiegend für Getränke und Fleischwaren eingesetzt werden, brachen 2018 bereits ein. Der Betreiber des Petcycle-Poolsystems für Getränkeverpackungen vermeldet für die PET-Verpackungen im Getränkesegment für 2019 einen Absatzrückgang um 11,8 Prozent. „Die von Medien und Politik propagierte Formel ‚Plastik gleich Müll‘ sorgt für eine zunehmende Verunsicherung der Verbraucher“, kommentiert Hans Baxmeier, Geschäftsführer der Petcycle GmbH, das Ergebnis.

Keine Frage, die Branche steht vor großen Herausforderungen und stellt ihr Produktportfolio zukunftsweisend auf. Die „Generation Greta“ mit sensibilisierten Verbrauchern mischt die Märkte neu auf und zwingt die Hersteller zu innovativen Produkten und Lösungen. Vor dem Hintergrund der Nachfrage nach „Green“, „Nachhaltig“ und „Klimaneutralität“ zeigen führende Hersteller von Verpackungsmaschinen und Lösungen ihre jüngsten Innovationen vom 10. bis 12. März auf der LogiMAT – 18. Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement in Stuttgart. „Der Nachhaltigkeitsaspekt wird neben dem Sicherheitsaspekt und zunehmender digitalen Vernetzung von Smartphone und Smart Packaging zu einem wesentlichen Treiber für die Lösungen, mit denen die Verpackungsindustrie weiteres Aufkommen generieren will“, erklärt LogiMAT-Messeleiter Michael Ruchty vom Münchner Veranstalter EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH. „In kaum einem anderen Ausstellungsbereich ist ein derart deutlicher Wandel, wie im Verpackungssegment, zu spüren.“

Nachhaltigkeit hat sich bereits in den vergangenen Jahren als starker Trend in der Verpackungsindustrie gezeigt. Umweltverträglichkeit und Mehrzwecktauglichkeit charakterisieren zunehmend das Konsumverhalten der Verbraucher und fordern die Hersteller. Inzwischen drängen einst vollkommen abwegig, erscheinende Lösungen in den Markt. So hat etwa die Brauereigruppe Carlsberg mit der Entwicklung der Green Fibre Bottle, die weltweit ersten Papierflasche für Bier entwickelt: Hergestellt aus Holzfasern, 100 Prozent biobasiert, vollständig recycelbar. Mit vergleichbar innovativen Überraschungen kommen die Aussteller der Verpackungsindustrie zur LogiMAT 2020 nach Stuttgart. In den Hallen 4 und 6 stellen sie ihre jüngsten Entwicklungen nachhaltiger Verpackungslösungen vor. Überdies können die internationalen Fachbesucher auf der Ausstellungsfläche der auf Handelslogistik ausgerichteten Informationsplattform TradeWorld im Atrium, Eingang Ost zahlreiche innovative Lösungen für diesen speziellen Anwendungsbereich entdecken.

Umweltfreundliche Lösungen für wirtschaftliches, sicheres Verpacken

So tritt die Antalis Verpackungen GmbH (Halle 4, Stand C71), führender Spezialist für intelligente Verpackungskonzepte, in Stuttgart mit dem „Rethinking Packaging“-Konzept als Berater für nachhaltige Verpackungskonzepte, sicheren Produktschutz und Optimierung bestehender Intralogistik-Konzepte auf. Konkreter wird der Folienhersteller Duo Plast AG (Halle 4, Stand C35). Mit „Duo Plast Earth No. 4“ präsentiert der Produzent eine Stretchfolie aus Post-Consumer-Rezyklat.

Weitere Neuheiten auf der Material- und Maschinenebene zeigt unter anderem die Kern AG (Halle 4, Stand G70) mit dem individuell ausrichtbaren Verpackungssystem PackOnTime®. Es operiert mit nachhaltigem Recyclingkarton und macht zusätzliche Füllmaterialien überflüssig. Einzel- und Mehrfachartikel werden im 3D-Verfahren vermessen und danach in eine passgenaue Verpackung eingelegt. Mit Recyclingkarton, der Reduktion von Füllmaterialen sowie der besseren Auslastung von Lieferfahrzeugen sind damit Einsparungen beim Emissionsausstoß zu erwarten. Bartsch International (Halle 6, Stand G21) zeigt auf der LogiMAT die RFP-Box aus ökologischem Packmaterial für schnelles Verpacken. Die Fachberater der Carl Bernhard Hoffmann Verpackung GmbH & Co. KG (Halle 6, Stand A61) stellen mit der brandneuen Produktlinie Packgreen umweltfreundliche Lösungen für wirtschaftliches, sicheres Verpacken vor: Bewährte Füll- und Polstermaterialien aus Papier fixieren die Versandgüter sicher im Karton und sind als Naturprodukt zu 100 Prozent recycelfähig beziehungsweise biologisch abbaubar. Seine Qwikbox präsentiert der Hersteller in Stuttgart zudem aus einem Rohstoff mit Grasanteil.

Im Eingangsbereich Ost stellt die BVS Verpackungs-Systeme GmbH (Stand EO03) mit PurePaperPak eine umweltfreundliche Verpackung aus Industriestärke (Kartoffeln), Papierfasern und Wasser inklusive Zumischung vor, die zu 100 Prozent biologisch hergestellt wird und komplett biologisch abbaubar ist. Und die Kraus Maschinenbau GmbH (Eingang Ost, Stand ES50) kommt mit einer neu entwickelten, automatischen Verpackungsmaschine auf die LogiMAT, mit der sich umweltfreundliche Papiertütenverpackungen für den Onlinehandel verwenden lassen.

Parallel dazu fokussieren mehrere Aussteller den Mehrweggedanken und präsentieren in Stuttgart entsprechende Lösungen, etwa aus dem Behälterbereich. So zeigt die Cabka Group GmbH (Halle 6, Stand C21), Spezialist für Kunststoff-Recycling, die neueste Generation des faltbaren Großladungsträgers CabCube sowie mit den neuen CP3 und CP9 leichte und robuste, containeroptimierte Chemiepaletten. Die Georg Utz GmbH (Halle 6, Stand F51) stellt mit der Marke UIC® (Utz Industrial Compound) neue klimaneutrale Mehrwegverpackungen vor. UIC® steht für qualitativ hochwertige Sekundärrohstoffe mit dokumentierten und zertifizierten Eigenschaften. Das bietet den Kunden die Möglichkeit, den eigenen CO2-Fußabdrucks zu reduzieren. „Der Markt und die Verbraucher sind beim Thema Nachhaltigkeit gegenwärtig maximal sensibilisiert“, fasst Messeleiter Michael Ruchty zusammen. „Mit ihren Innovationen und Neuentwicklungen für umweltfreundliche Verpackungslösungen zeigen die Aussteller auf der LogiMAT 2020, welche entscheidenden Fortschritte in diesem Bereich bereits gemacht wurden und in den kommenden Jahren noch zu erwarten sind.“

AutoID-Lösungen vom recycelbaren Etikettenmaterial bis zur Bildverarbeitung

Vor ähnlichen Herausforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit stehen die Unternehmen der AutoID- und Kennzeichnungstechnik. „Wenn heute von ‚Datengold‘ gesprochen wird und Algorithmen der Künstlichen Intelligenz mit automatisierten und radikal beschleunigten Rechen- und Analyseprozessen neue Erkenntnisse und Geschäftsfelder generieren, dann erfolgt dies auf der Basis von Daten, die in der Intralogistik und in der Supply Chain erfasst werden“, sagt Ruchty. „Den Grundstein dafür legte vor inzwischen knapp 70 Jahren der Barcode als Basis der heutigen AutoID-Techniken.“ Der Branchenverband AIM-D e.V. bezeichnet die AutoID-Technologien als „Enabler“ der aktuellen Optimierungs- und Transformationsprojekte, der Prozessautomatisierung und der intelligenten Vernetzung von Informationen aus Produktion und Logistik, Transport und Verkehr.

Das Lösungsspektrum der AutoID-Aussteller reicht von den Informationsträgern, den Etiketten und Tags, über die Codierungs- und Schreibgeräte bis hin zu den Erfassungsinstrumenten. Es umfasst Strichcode-, QR-Code-, 2D- und 3D-Code-Drucker, die Einbindung von Radio Frequency Identification (RFID), Navigations- und Real-Time Location Systeme (RTLS) und reicht bis zur Nutzung der jüngsten Fortschritte aus den Bereichen der Bluetooth- und Near Field Communication (NFC) nebst Bilderfassung, Scanner- und Sensortechnik. „Damit bieten AutoID-Techniken Lösungen für nahezu jede Anforderung im Zuge von Industrie 4.0 und der digitalen Transformation“, sagt Messeleiter Ruchty.

Gleichwohl: Bei der Hardware stagniert der Umsatz mit der Identtechnik in den vergangenen Jahren bei etwa 26 Milliarden Euro pro Jahr. „Angesichts des wachsenden ökologischen Bewusstseins sind die Hersteller gefordert, weitere intelligente Lösungen zur Erschließung entsprechender, ressourcenschonender Optimierungen zu entwickeln“, so Ruchty. Was die Hersteller in diesem Segment an Neuheiten zu bieten haben, zeigen die internationalen Aussteller vom 10. bis 12. März auf der LogiMAT in Stuttgart in den Hallen 4 und 6. Zudem deckt das Rahmenprogramm der Messe mit dem Tracking & Tracing Theatre des Industrieverbands AIM-D (Halle 4, Stand F05) sowie den beiden Foren „Optimierung der Digital Supply Chain“ (10. März 2020, Forum C, Halle 4) und „Automatisierung in der Logistik mit AutoID“ (11. März 2020, Forum C, Halle 4) den Informationsbedarf der Fachbesucher hinsichtlich der künftigen Bedeutung der AutoID-Technologien als Enabler der digitalen Transformation ab.

Das Spektrum an Neuheiten für das Messen, Etikettieren und Erfassen sowie für neue Wearables und Scanner reicht von neuen Etikettenmaterialien, über Zusatzmodule, die analoge Wiegezellen in moderne, digitale Wiegesysteme verwandelt, oder Neuentwicklungen bei Inkjet- und Industriedruckern bis hin zu spezialisierten Identifikationslösungen mit RFID- und NFC-Transpondern sowie neuen RFID- und 3D-Laser-Scannern. So präsentiert die Logopak Systeme GmbH & Co. KG (Halle 4, Stand F05), aktiver Partner beim AutoID-Live-Szenario Tracking & Tracing Theatre, unter anderem einen neuen Systemdrucker für Barcode- und RFID-Lösungen sowie halb- und vollautomatische Etikettierlösungen. Überdies wird das ressourcenschonende Eco-Labelling Linerless zum Etikettieren ohne Trägermaterial vorgestellt. Neosid Pemetzrieder GmbH & Co. KG (Halle 4, Stand D05) zeigt mit NeoTAG® Plug neue HF-Transponder für RFID-Anwendungen sowie neue RFID-Klebetransponder in individueller Ausführung und den neuen NeoTAG® Flag für eine Befestigung mit Standard-Kabelbindern.

Die TOKO Etikettier- und Drucksysteme GmbH & Co. KG (Halle 4, Stand B05) kommt mit mehreren Weltneuheiten nach Stuttgart. Bei der Hardware wird der neue Inkjet-Drucker Epson C6000 mit Etiketten-Spendefunktion vorgestellt. Für mehr Nachhaltigkeit bietet TOKO bei den Etikettenmaterialien ein Etikettenpapier, das aus bis zu 50 Prozent Gras besteht, sowie selbstklebende Folienetiketten, die Recyclinganteile von bis zu 20 Prozent aus Post Industrial Waste (PIW) beziehungsweise bis zu 30 Prozent aus Post Consumer Waste (PCW) aufweisen.

Die DYNAMIC SYSTEMS GmbH (Halle 4, Stand D05) informiert über Spezialmaterialien für Etiketten in anspruchsvollen Einsatzgebieten: DE-F470 und DE-F480 sind weiße Polyesterfolien in matter und glänzender Ausführung mit hoher Reiß- und Zugfestigkeit. Die Folie DE-F702 bietet transparente, sehr stark haftende Klebepunkte speziell zur Anbringung auf schwierigen und rauen Untergründen. Das Produkt DE-F965 ist ein weißes, glänzendes Verbundmaterial aus Papier und Polyester ohne Klebstoff mit hoher Reißfestigkeit als Standardvariante für KLT-Behälter und DE-F379 besteht zur Kennzeichnung und Rückverfolgung von Industriebauteilen und Kabelbäumen. Zudem stellt Dynamic Systems eine Vielzahl von industrietauglichen Druckern für unterschiedliche Anwendungen aus.

Cognex Germany Inc. (Halle 6, Stand B03) wiederum zeigt mit der 3D-A1000 Smart Camera ein Bildverarbeitungssystem zur Vermessung und Volumenoptimierung von Paketen. ProGlove (Halle 6, Stand D14) und Newland EMEA (Halle 6, Stand B26) sind mit den jüngsten Weareables für effiziente Scanprozesse vor Ort. „Auf der LogiMAT 2020 werden die Errungenschaften der AutoID-Unternehmen in nahezu allen Hallen zugegen sein“, resümiert Messeleiter Michael Ruchty. „Es gibt keinen Maschinen- und Anlagenbauer oder Flurförderzeuge-Hersteller, der mittlerweile ohne Identifikationstechnik auskäme. Überdies konzentrieren die beiden Hallen 4 und 6 die aktuellen Neuentwicklungen der vielfältigen AutoID-Technologien. Damit ist die LogiMAT als ‚Großereignis der AutoID-Branche‘, so die Aussage unseres Partners AIM-D, für alle ein Pflichttermin, die in diesem Bereich in den kommenden Monaten zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen haben und in zukunftsgerichtete Technologien investieren wollen.“

Quelle: www.logimat-messe.de

Pressemitteilung veröffentlicht am 13.02.2020 in News (In- und Ausland).
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