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Nachhaltigkeit und Vollautomatisierung als Zukunft in der Intralogistik

Zukunftstrends in der Intralogistik

Ein Kompaktaggregat von WEBER-HYDRAULIK, wie es vielfach für Flurförderzeuge eingesetzt wird.
Weber Hydraulik

Wie kaum eine andere Branche sind Flurförderzeuge prädestiniert für Zukunftskonzepte wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung beziehungsweise Vollautomatisierung. Seit 2016 ist der Bereich Material Handling ein festes Segment von WEBER-HYDRAULIK und wird – auch in Zusammenarbeit mit den Kunden – stetig weiterentwickelt. In diesem Rahmen wurde auch der Auftritt des Material-Handling-Bereichs auf der WEBER-HYDRAULIK-Webseite neugestaltet. Besonders im Fokus stehen Lenksysteme, Stabilisations-Module und hydraulische Steuerungen sowie Aggregate.

Material Handling, also der Güter- und Warentransport innerhalb von Lagerflächen, benötigt hochspezialisierte und ausgereifte Technik, die in Flurförderzeugen, beispielsweise Kommissionierer, Gegengewichtsstapler, Hoch- und Niederhubwagen oder Schmalganggeräten, verbaut wird. Die Hydraulik von Fahrzeugen aus dem Bereich unterscheidet sich in Konzeption und Anforderungsprofil von der in anderen Anwendungen, beispielsweise bei Bau- oder Landmaschinen. Zum einen ist hier zu nennen, dass ca. 80 % der Fahrzeuge bereits elektrisch angetrieben werden, Tendenz steigend. Zum anderen ist davon auszugehen, dass in den nächsten zehn Jahren dieser Anteil im Material Handling noch stark zunehmen wird.

In den Fokus kommen die unterschiedlichen Energiesysteme, bei denen Lithium-Ionen-Batterien einen beträchtlichen Anteil eingenommen haben und immer mehr zum Einsatz kommen. Bislang waren Blei-Säure-Batterien üblich, die den Lithium-Ionen-Batterien jedoch hinsichtlich Ladedauer, Leistung, Lebenszeit, Nachhaltigkeit und Kompaktheit deutlich unterlegen sind. Letzterer Faktor ist insofern entscheidend, da eine kompakte Bauweise in dieser Sparte obligatorisch ist. Die gesamte Antriebstechnik muss bei Flurförderzeugen auf engstem Raum Platz finden und der Trend geht hin zu immer kompakteren Fahrzeugen. Gleichzeitig darf die kompakte Ausführung nicht zu Lasten der Leistung und Sicherheit gehen, was Hersteller und Entwickler immer wieder vor große Herausforderungen stellt.

Nachhaltigkeit durch Energierückgewinnung

Ein – nicht nur in der Hydraulik-Branche – brandaktuelles Thema ist Nachhaltigkeit, sowohl bei den Komponenten und eingesetzten Technologien als auch über die gesamte Lieferkette hinweg. Der Bereich Material Handling kann hier neben den üblichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen auf dem Gebiet der Energierückgewinnung neue Maßstäbe setzen. Die Herausforderung besteht darin, aus lediglich wenigen Sekunden dauernden Bewegungen einen maximalen Anteil an Energie zurückzugewinnen. Bei Hochregalstaplern funktioniert dieser Effekt beispielsweise beim Bremsen oder Absenken von Lasten. Hierbei wird die Wirkung der Hydraulikpumpe, die normalerweise den Volumenstrom zum Heben liefert, umgekehrt, wodurch sie als Motor fungiert. Der E-Motor nimmt währenddessen die Funktion als Generator ein und lädt die Batterie wieder auf. Auf diese Weise kann bis zu 20 % der aufgewendeten Energie wieder zurückgeführt werden. Aus technischer Sicht ist durchaus ein höherer Rückgewinnungsgrad möglich, wobei dies einen erhöhten entwicklungstechnischen und damit auch kostenseitig nicht unerheblichen Aufwand bedeuten kann. Es ist zu erwarten, dass mit fortschreitender Entwicklungsarbeit auch die Kosten sinken werden und höhere Rückgewinnungsquoten auch wirtschaftlich sinnvoll werden.

Zukunftstrend Automatisierung

Ein weiterer Zukunftstrend – für den das Material Handling wie geschaffen ist – liegt in der Digitalisierung und Automatisierung. Bereits jetzt gibt es in vielen Fahrzeugsparten Fahrzeuge, die nur noch als Roboter oder ferngesteuert funktionieren, was auch aus Sicht des Maschinenbaus Neuland ist. Bislang wurden Fahrzeuge mehrheitlich für den manuellen Einsatz mit menschlicher Bedienung konzipiert und danach auf den Einsatz als AGV (Automated Guided Vehicle) oder AMR (Autonomous Mobile Robot) umgerüstet. In Zukunft wird der Standard sein, die Fahrzeuge von Anfang an für fahrerloses und/oder autonomes Fahren zu entwickeln. Insbesondere Flurförderzeuge sind hierfür geeignet. Das Lager als abgegrenzte, strukturierte Räumlichkeit mit klaren Prozessen und konstanten Bedingungen bietet das ideale Umfeld für den Einsatz von AGV- und AMR-Systemen.

Befeuert wird diese Entwicklung auch vom boomenden Onlinehandel: Nach der Corona-Krise, ist den Unternehmen bewusst geworden, dass Lagerhaltung in Europa wichtige Pufferkapazitäten darstellt, die die Lieferketten entlasten. Als direkte Folge davon werden zunehmend Warenlager und Logistikzentren in ganz Europa errichtet. Zusätzlich setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass nicht nur in der Fertigung Industrie 4.0 realisiert werden muss, sondern auch in der Intralogistik. Auch der Faktor KI kann hier in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Das Warenlager der Zukunft wird folglich weitgehend autonomer arbeiten. Die Entwicklung geht hin zu einem „Lights out Warehouse“, also einem vollautomatisierten, KI-gesteuerten Lager, das ohne oder mit nur minimaler menschlicher Intervention funktioniert. Namensgebend ist die nicht mehr notwendige Beleuchtung des Lagers, da alle Arbeitsschritte von Maschinen erledigt werden.

Quelle: www.weber-hydraulik.com

Pressemitteilung veröffentlicht am 12.09.2023 in News (In- und Ausland), Sonstiges.
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