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Nach einer Milliarde Picks: Flexible High-Performance ohne starre Lagerstrukturen macht den Unterschied

Locus Robotics

Im globalen Netzwerk von DHL Supply Chain wurde kürzlich der milliardste Pick über LocusONE™, der KI-gestützten Orchestrierungsplattform für Lagerautomation von Locus Robotics, abgewickelt. Dieser Meilenstein steht nicht nur für Skalierung, sondern auch für die Fähigkeit, industrielle Durchsatzleistung über Jahre hinweg standortübergreifend stabil zu erbringen.

Entscheidend ist dabei weniger der einzelne Roboter, sondern das zugrunde liegende Infrastrukturmodell: eine orchestrierte Fulfillment-Plattform, die sich dynamisch an wechselnde Auftragsprofile, Gebäudestrukturen und Volumenanforderungen anpassen kann. Seit 2017 in das Netzwerk von DHL Supply Chain integriert, wird LocusONE™ heute an mehr als 40 Standorten weltweit in unterschiedlichen Branchen, Gebäudestrukturen und Auftragsprofilen eingesetzt. Denn eine Milliarde Picks entstehen nicht durch einzelne Leistungsspitzen, sondern den langfristigen Einsatz eines Systems, das über Jahre hinweg standortübergreifend eine konstant hohe Durchsatzleistung erbringt und dabei kontinuierlich erweitert werden kann.

Moderne Lagerautomatisierung entwickelt sich damit zunehmend von einem einmaligen Investitionsprojekt zu einer skalierbaren Infrastruktur, die sich über Jahre hinweg erweitern und an neue Geschäftsmodelle anpassen lässt.

Die durch diese operative Stabilität bereits erreichten Prozessoptimierungen sprechen für sich. DHL berichtet von Produktivitätssteigerungen zwischen 30 und 180 Prozent sowie deutlich verkürzten Einarbeitungszeiten. Im Rahmen der erweiterten Partnerschaft ist bereits ein nächster Skalierungsschritt im Netzwerk vorgesehen. Der Meilenstein von 1 Milliarde Picks ordnet sich dabei perfekt in die „Strategy 2030: Digital by Default“ ein, in der Automatisierung als langfristige Infrastrukturstrategie verstanden wird – nicht nur als punktuelle Effizienzmaßnahme.

Hoher Durchsatz unter volatilen Bedingungen
 
Diese Entwicklung ist auch im deutschen Markt sichtbar, denn Nachfrage verläuft heute selten linear oder saisonal planbar. Volatilität ist längst kein saisonales Phänomen mehr, sondern struktureller Bestandteil moderner Lieferketten: Sortimente verändern sich schneller, Absatzkanäle verschieben sich, Wochenverläufe unterscheiden sich deutlich und Peak-Phasen dauern häufig länger als klassische Saisongeschäfte. Das deutsche Beispiel zeigt denselben strukturellen Leistungsnachweis wie im globalen DHL‑Netzwerk – jedoch unter anderen Markt- und Skalierungsbedingungen. Influencer-Kampagnen, limitierte Produktdrops und kurzfristige Verkaufsaktionen erzeugen starke Volumenschwankungen. Hinzu kommen externe Schocks, etwa Lieferkettenunterbrechungen, geopolitische Spannungen oder regulatorische Veränderungen, die bestehende Planungsannahmen zusätzlich infrage stellen.

Fulfillment-Strukturen müssen daher nicht nur hohe Leistung erbringen, sondern in der Lage sein, dieses Leistungsniveau auch kurzfristig ausweiten oder anpassen zu können. Die strategische Frage lautet daher heute weniger, ob automatisiert werden soll, sondern welche Form der Automatisierung auch unter unsicheren Marktbedingungen langfristig tragfähig bleibt.

Entscheidend ist hierbei nicht die Wahl zwischen Spitzengeschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit, sondern eine Kombination aus beidem: industrielle Durchsatzstärke wie bei klassischer Hochautomatisierung, jedoch ohne langfristige infrastrukturelle Bindung.

Deutsches Praxisbeispiel: The Quality Group

Wie dieses Automatisierungskonzept auch unter anderen Marktbedingungen konkret umgesetzt werden kann, zeigt The Quality Group (TQG). Das Unternehmen betreibt für seine Marken ESN und More Nutrition ein neues 40.000 m² großes Fulfillment-Center in Elsdorf, in dem zwei Standorte konsolidiert wurden. Für die Automatisierung entschied sich TQG bei der Konzeption bewusst gegen stationäre, baulich gebundene Systeme und für eine plattformbasierte Lösung im Robot-as-a-Service-Modell.

Weniger als 90 Tage nach Vertragsabschluss ging das System mit 40 automobilen Robotern bereits produktiv live. In mehreren Ausbaustufen wuchs die installierte Kapazität auf rund 350 Einheiten über drei verbundene Hallen. Kapazität kann dabei ähnlich wie Software skaliert werden: zusätzliche Einheiten werden integriert, operative Dichte steigt, ohne dass Layouts neu geplant oder infrastrukturelle Anpassungen notwendig werden. Heute verarbeitet die Anlage täglich bis zu 60.000 Aufträge und 400.000 Einheiten.

Die erreichten Leistungswerte entsprechen dabei dem Niveau klassischer Hochautomatisierung. Der Unterschied liegt jedoch in der Art der Umsetzung, denn Kapazitäten können stufenweise – ohne bauliche Eingriffe oder langfristige Systembindungen – erweitert, reduziert oder flexibel angepasst werden. Flexibilität zeigt sich dabei nicht nur in der Skalierung der Flotte, sondern auch in der Anpassung von Sortimentsstrukturen, Layoutzonen, Arbeitslastverteilung und Priorisierung von Aufträgen in Echtzeit.

Innerhalb eines Jahres überschritt TQG die Marke von 20 Millionen Picks. Entwickeln sich Produkte kurzfristig zu Schnelldrehern, werden entsprechende SKUs priorisiert und operative Ressourcen gezielt auf betroffene Zonen konzentriert. So bleibt der Durchsatz auch bei stark wechselnden Nachfrageprofilen stabil und in Peak-Phasen skalierbar.

Orchestrierung als operative Grundlage

Sowohl im globalen Netzwerk von DHL als auch bei TQG in Deutschland basiert der Ansatz auf einer zentralen Koordination der Prozesse über die LocusONE™-Plattform. Diese steuert Aufträge in Echtzeit, integriert sich in bestehende Warehouse-Management-Systeme und ermöglicht eine kontrollierte Erweiterung der Kapazitäten – ohne strukturelle Abhängigkeit von fest verbauter Infrastruktur. Damit entsteht eine operative Infrastruktur, die nicht an ein bestimmtes Layout oder eine einmal definierte Prozesslogik gebunden ist, sondern sich kontinuierlich an neue Anforderungen anpassen lässt.

„Der Meilenstein einer Milliarde Picks zeigt, dass automatisierte und orchestrierte Fulfillment-Strukturen heute industrielle Leistungsfähigkeit mit struktureller Anpassbarkeit verbinden können“, betont Denis Niezgoda, Chief Commercial Officer International bei Locus Robotics. „Es geht dabei nämlich nicht um einzelne Rekordwerte, sondern um eine reproduzierbare Performance unter realen Marktbedingungen.“

Leistung, die bleibt

Ob eine Milliarde Picks im globalen Netzwerk von DHL Supply Chain oder 20 Millionen im deutschen Fulfillment-Center von TQL – beide Beispiele stehen stellvertretend für eine neue Entwicklung in der Lagerlogistik. Systeme müssen heute Wachstum, Volatilität und externe Einflüsse abbilden können, ohne bei jeder Veränderung neu geplant oder baulich erweitert werden zu müssen. Industrielle Geschwindigkeit allein reicht für ein erfolgreiches Fullfillment längst nicht mehr aus. Automatisierung wird damit zunehmend zu einer Infrastrukturfrage: Systeme müssen dauerhaft leistungsfähig bleiben, auch wenn sich Marktbedingungen, Sortimente oder Volumenprofile verändern. Entscheidend wird heute und zukünftig die Fähigkeit sein, dieses Leistungsniveau dauerhaft und kontrolliert auf Basis einer orchestrierten Fulfillment-Infrastruktur bereitzustellen – und es gleichzeitig flexibel an volatile Nachfrage, saisonale Peaks und sich verändernde operative Anforderungen anzupassen.

Diese Fähigkeit wird zunehmend zur strukturellen Voraussetzung moderner Lagerlogistik.

Quelle: www.locusrobotics.com

Pressemitteilung veröffentlicht am 17.03.2026 in News (In- und Ausland), Robotik.
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