Präzise positionieren in sensiblen BereichenEAP Lachnit ist spezialisiert auf Elektrostapler aus Edelstahl
Der Stapler Typ 422 E von EAP Lachnit kombiniert eine vollständig aus Edelstahl gefertigte Konstruktion mit elektrischem Fahr- und Hubantrieb sowie einer präzisen Positionierung der Last. © EAP Lachnit 
In der Lebensmittel- und Pharmaproduktion sowie in Reinräumen werden an Flurförderzeuge besondere Anforderungen gestellt. Neben zuverlässigem Transport und präzisem Lasthandling spielen vor allem Hygiene, Reinigungsfähigkeit und eine an den jeweiligen Prozess angepasste Konstruktion eine entscheidende Rolle. Für solche Aufgaben bietet EAP Lachnit den Edelstahl-Stapler Typ 422 E an. Das kundenspezifisch konfigurierbare Fahrzeug kombiniert eine vollständig aus Edelstahl gefertigte Konstruktion mit elektrischem Fahr- und Hubantrieb sowie einer präzisen Positionierung der Last. Je nach Ausführung sind auch Lösungen für besondere beziehungsweise explosionsgefährdete Einsatzbereiche realisierbar.
Produktionsumgebungen in sensiblen Bereichen stellen deutlich höhere Anforderungen an Flurförderzeuge als klassische industrielle Anwendungen. Materialien müssen korrosionsbeständig sein, Oberflächen müssen sich gut reinigen lassen und konstruktive Details dürfen hygienisch sensible Prozesse nicht beeinträchtigen. Auf solche Anwendungen hat sich EAP Lachnit seit vielen Jahren spezialisiert. Der Edelstahl-Stapler Typ 422 E ist ein Beispiel dafür, wie der Hersteller bewährte Fördertechnik mit einer konsequent auf den jeweiligen Prozess zugeschnittenen Sonderkonstruktion verbindet.
Das Fahrzeug ist gemäß Reinraumklasse ISO 14644-1 Klasse 6 ausgeführt und vollständig aus Edelstahl der Werkstoffqualität 1.4301 beziehungsweise V2A/AISI 304 gefertigt. Die elektropolierte Oberfläche unterstützt eine gründliche Reinigung und prädestiniert das Fahrzeug für anspruchsvolle Produktionsbereiche. Der Typ 422 E eignet sich damit insbesondere für Anwendungen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie für Reinräume. Auch für Einsatzbedingungen mit besonderen Sicherheitsanforderungen, beispielsweise in Ex-Bereichen, bietet Lachnit entsprechend angepasste Ausführungen.
Elektrischer Hub bis zwei Meter
In der beschriebenen Ausführung schafft der Stapler eine Hublast von 175 Kilogramm. Je nach Aufgabenstellung können Hubhöhen von etwa 300 bis 2.000 Millimetern realisiert werden. Der Hub erfolgt über einen 24-VDC-Linearaktuator. Für das Verfahren des Staplers steht ein 1,2-kW-AC-Fahrantrieb zur Verfügung, der stufenloses Fahren in beide Richtungen ermöglicht.
Fahren, Heben und Senken werden komfortabel über den Deichselschalter gesteuert. Zur Sicherheitsausstattung gehören Hupe, Schlüsselschalter, Auffahrsicherung sowie ein Not-Aus-Schalter mit Gummibalg. Wird die Handdeichsel losgelassen, hält das Fahrzeug selbsttätig an. Eine 190-Ah/24-V-Panzerplattenbatterie in Gel-Ausführung ermöglicht den Einsatz im Schichtbetrieb. Für Wartungsarbeiten sind die Komponenten über eine Wartungstür gut zugänglich.
Positionieren mit Millimetergenauigkeit
Eine Besonderheit des Typ 422 E ist die präzise Positionierung der Last. Eine Siemens-SPS übernimmt die lageabhängige Geschwindigkeitsregelung des Hubes. Bis zu sechs definierte Hubpositionen können vorprogrammiert und über das TIA Portal angepasst werden. Über einen Wahlschalter stehen insgesamt acht Funktionen beziehungsweise Positionen zur Verfügung. In Stellung null kann der Bediener den Hub frei und ohne programmierte Begrenzungen verfahren.
Die Bedienung erfolgt nach dem Totmannprinzip direkt am Deichselkopf. Über jeweils einen Taster für Auf- und Ab-Bewegung fährt die Aufnahme definiert oberhalb beziehungsweise unterhalb der programmierten Ablageposition. Ein Seilzugmesssystem ermöglicht dabei eine Positionsgenauigkeit von ± 1 Millimeter. Gleichzeitig bleibt beim Anheben und Absenken die Last nahezu waagerecht (maximal 2 mm zwischen der Vorder- und Hinterkante), unabhängig davon, wie weit die Last angehoben wird.
Für die Feinjustierung steht zusätzlich eine sogenannte Schwimmebene zur Verfügung. Über ein Handrad kann der Bediener die Querausrichtung mechanisch um ± 20 Millimeter korrigieren. Somit muss der Elektrostapler nicht komplett bewegt werden.
Die Schwimmebene arbeitet vollständig ohne Fett und ist mit Abdeckhauben verkleidet – ein wesentlicher Vorteil für hygienisch sensible Produktionsbereiche.
Linienlaser unterstützt die Lastaufnahme zusätzlich
Für die exakte Ausrichtung ist der Stapler darüber hinaus mit einem vertikalen Linienlaser ausgestattet. Dieser unterstützt den Bediener dabei, die Last mittig beispielsweise in einer Prozesskammer zu positionieren. Der Laser wird über einen Taster aktiviert und bleibt anschließend für 30 Sekunden eingeschaltet.
Auch die Aufnahme selbst wurde für die spezielle Handhabungsaufgabe ausgelegt. Die maximale Breite an der Außenseite der Gabel beträgt 1.050 Millimeter, der Lastabstand 1.100 Millimeter. Die Aufnahmearme lassen sich verschränken und sowohl in der ausgeklappten Arbeitsposition als auch in der platzsparenden Parkposition arretieren. Eine C-Schienen-/T-Leisten-Schnittstelle sowie entsprechende Einführungsschrägen erleichtern das sichere Aufnehmen und Absetzen der Last.
Mit dieser Kombination aus Edelstahlkonstruktion, elektrischer Fahr- und Hubtechnik sowie präziser Positionierung zeigt der Typ 422 E die Stärke kundenspezifischer Fördertechnik. Gerade dort, wo Standard-Flurförderzeuge an ihre Grenzen stoßen, kann EAP Lachnit Konstruktion, Aufnahme und Steuerung exakt an den Produktionsprozess und die jeweiligen Umgebungsbedingungen anpassen.
Quelle: www.lachnit-foerdertechnik.de
Schlagwörter: EAP Lachnit




